Und ich bin doch tatsächlich schon seit 6 Wochen (6 WOCHEN!!!!!) zurück in der schönen, sonnigen Schweiz! Wow!

Was ich in den letzten 20 Monaten alles erleben durfte war einfach genial! Was mir am besten gefallen hat?, werde ich immer und immer wieder gefragt. Das ist wirklich sehr schwer zu sagen.

Ganz klarer Favorit ist und bleibt Vancouver und Whistler. Ich hatte da zwar nicht die beste Zeit in dieser Zeit aber diese Stadt Van ist einfach schon etwas vom geilsten, was ich je gesehen habe. Und dann hat man noch die Möglichkeit, dort für 6 Monate zu leben!? Einfach geil, ich kann’s nicht anders beschreiben. Whistler war auch absolut der obermegahammer, schweineteuer aber sooooo was von genial! Fast jeden Tag auf dem Brett stehen und geile Hänge runter zu düsen, was gibt’s Schöneres?

Geistig war und ist und bleibt aber Indien ganz tief in meinem Herzen, ich will auch unbedingt zurück und das Ganze nochmals erleben und geniessen. Indien ist mir so richtig eingefahren. In Rishikesh habe ich so oft geweint wie seit drei Jahren nicht mehr. Da herrscht so viel Gefühl und Liebe, einfach Wahnsinn! Ich vermisse das jetzt schon sehr hier in der Schweiz…

Ja ich habe euch hier mal eine kleine Aufstellung gemacht, was ich alles erlebt habe:

Wie lange war ich unterwegs?

586 Tage

In wie vielen Flugzeugen bin ich gesessen?

1. Schweiz – Vancouver
2. Vancouver – Toronto
3. Toronto – New York
4. New York – Bogota
5. Bogota – Lima
6. Iquitos –Lima
7. Lima – Cusco
8. Arequipa – Lima
9. Lima – Arica
10. Buenos Aires – Kapstadt
11. Kapstadt – Malaysia
12. Malaysia – Dehli
13. Delhi – Zürich

Wie oft bin ich mit Bussen gereist?

1. Vancouver – Whistler, 2x hin und zurück, 10 Stunden
2. Whistler – Vancouver und zurück, um in Van in’s Kino zu gehen, 5 Stunden
3. 3 Wochen lang im Osten Kanada’s von Toronto und wieder zurück, ca. 100 Stunden
4. Lima – Arequipa, 15 Stunden
5. Arequipa – Lima, 16 Stunden
6. Lima – Huaraz, 9 Stunden
7. Huaraz – Trujillo, 10 Stunden
8. Trujillo – Cajamarca, 7 Stunden
9. Cajamarca – Chachapoyas, 12 Stunden
10. Cusco – Puno, 7 Stunden
11. Puno – Copacabana, 3 Stunden
12. Copacabana – La Paz, 3 Stunden
13. La Paz – Arequipa, 10 Stunden
14. Tacna – Arica, 1 Stunde
15.
Arica – Santiago, 28 Stunden!!!
16. Santiago – Valpo, 1.5 Stunden
17. Valpo – Santiago, 1.5 Stunden
18. Santiago – Mendoza, ca. 6 Stunden
19. Mendoza – Buenos Aires, ca. 14 Stunden
20. Dehli – Jaipur, 6 Stunden
21. Jaipur – Jadan, 8 Stunden
22.
Jadan – Jodhpur, 1.5 Stunden
23. Jodhpur – Jaisamler, 6 Stunden
24. Jaisalmer – Pushkar, 7 Stunden
25. Pushkar – Jaipur, 3 Stunden
26.
Jaipur – Haridwar, 7 Stunden
27.
Haridwar – Rishikesh, 14 Stunden
28. Rishikesh – Amritsar (Zug und Bus), 14 Stunden
29. Amritsar – Dharamshala, 7 Stunden
30. Dharamshala – Delhi, 14 Stunden

Also Total Stunden im Bus verbracht: 345 = 14.5 Tage!!!

Dies ist aber nur eine ungefähre Angabe, da ich ständig vergessen habe, hier die Daten nachzutragen;-)

Wie viele Male habe ich etwas verloren?

Nie (typisch ichJ), dafür wurde mir mein Schweizer Sackmesser und mein iPhone gestohlen :-(

Heissestes Wetter:

35 Grad mit 85% Luftfeuchtigkeit in Baddeck, Nova Scotia
38 Grad, Iquitos, Dschungel

In Indien habe ich „leider oder zum Glück“ nicht wirklich sooo heisses Wetter erlebt…bin ja im April nach Hause geflogen und erst dann kommt die grosse Hitze. Also Mai bis Juli sind unerträglich…

Kältestes Wetter:

1. -19 Grad in Whistler (eigentlich gar nicht sooo kalt, wenn man sich richtig anzieht)

Höchste Punkte:

1. Whistler Mountain, 2284 Meter hoch
2. Arequipa, Peru, 2300 Meter hoch, wo ich 6 Wochen gelebt habe
3. Huaraz, Santa Cruz Trek, 4750 Meter!!! Obwohl der Pass mit dem Auto war ca. 4800 Meter hoch

Wie viele Länder habe ich besucht?

Eigentlich ja eben gar nicht sooo viele:-)

1. Kanada
2. Peru
3. Bolivien
4. Chile
5. Argentina
6. Indien (Kontinent)

Wie viele Bücher habe ich gelesen (in Vancouver)

Ca. 35 Stück. Auch hier habe ich leider ständing vergessen, die Bücher nachzutragen.

Wie oft musste ich zum Arzt?

1 mal: Rivière du Loup, Spital, Fussknochenbruch

Ja das wär’s so etwa. Und jetzt bin ich wieder in der Schweiz und habe einen supertollen Job, das kann ich wirklich so sagen! Mein Team ist genial, wir fünf Frauen sind alles so zwischen 25 und 35 und mein neuer Chef ist auch voll locker drauf, mit Jahrgang 78. Der Job gefällt mir sehr gut und ist sogar noch abwechslungsreicher als damals in der ESA. An’s Pendeln habe ich mich auch bereits gewöhnt. Eigentlich find ich’s noch toll, dann kann ich gemütlich meine Bücher lesen:-)

Auf den ersten September habe ich sehrwahrscheindlich eine coole 2.5-Zimmerwohnung in Zuchwil, da freu ich mich auch schon riesig drauf! Ja und das Wetter ist einfach himmlisch seit ich zu Hause bin, was will ich mehr??! Ja ich glaub ich kann sagen, mir geht’s sehr gut und ich geniesse es, wieder zu Hause zu sein und meine Lieben um mich zu haben!:-)

Grüsse und euch auch alles Gute

Nathalie

So, da war ich nun, am letzten Ort auf meiner grossen, langen Reise; McLeod Ganj, der Wohnsitz und Fluchtort des Dalai Lama und am Anfang der Himalayas!

 

Ich muss sagen, der Ort hat was. Auf der einen Seite ist es hier viel zu touristisch (halt wegen des Dalai Lama), auf der anderen Seite ist es schon fast das Paradies auf Erden! So habe ich mich zumindest am ersten Tage gefühlt, als ich ein bisschen weiter hoch zu den zwei Dörfern Dharamkot und Bagsu ging. Vorallem Dharamkot hatte es mir angetan. Tausende Schmetterlinge schwirren gemütlich um einen herum, die Luft ist so frisch und sauber wie nirgendwo sonst in Indien. Es kommt mir wirklich schon fast vor wie irgendwo in den Schweizer Bergen, und das ist kein Witz. Ich sitze gemütlich zwischen Dharamkot und Bagsu auf einer Plattform am Boden und geniesse die Stille und die Einsamkeit, die man halt auch sonst nirgends in Indien findet. Um mich herum fliegen unzählige von diesen kleinen „Vespen“, wisst ihr, die, die gar nicht stechen. Sie setzen sich gemütlich auf meinen Fingern ab und geniessen die Sonne, genau wie ich. Ich schaue ihnen gerne zu, sie sehen irgendwie süss aus mit ihren Fühlern und Flügel. Es hat hier auch ganz toll viele Marienkäfer (Himumariegüegechäferli ;-) )… Ich lese ein paar Kapitel in meinem Buch, bevor ich mich talabwärts begebe, denn es wird mir doch nach einiger Zeit etwas zu heiss an der prallen Sonne (und Schatten will ich nicht).

 

Ich glaube, das war wohl eine der besten und spontansten Ideen auf meiner gesamten Reise, jetzt als Letztes noch hierher zu kommen. Es ist ein schöner Ort, auch wieder mit toller Energie, dies natürlich auch wegen den tibetischen Mönchen. Es regnet zwar fast ununterbrochen und ist schweine-kalt (so um die 10 Grad im Moment), aber es macht mir nicht viel aus, kann ja gemütlich in einem Café sitzen und diesen Text hier schreiben!

 

So, nun sage ich euch ein trauriges und auch euphorisches auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal wenn ich wieder auf Reisen bin. Denn dies hier ist mein letzter Eintrag. Heute haben wir den 11. April 2011 und in genau vier Tagen fliegt mein Flieger zurück in meine Heimat…in meine Schweiz, die ich so sehr vermisse und in die ich liebend gerne zurückkehre…!

 

Die letzten Fotos von Amritsar und McLeod Ganj sind auch noch online, wie immer unter der Rubrik pics…

 

Adiö, goodbye, arrividerci, auf Wiedersehen, ciao et salut…

Am Montagabend nahm ich dann den Nachtzug nach Amritsar zum goldenen Tempel. Es war meine erste Zugfahrt in Indien und die erste Zugfahrt seit der Schweiz überhaupt! :-) In Kanada gibt’s eigentlich keine Züge und in Südamerika schon gar nicht, da habe ich ja immer nur die Busse gebucht. Wie auch hier in Indien sind die Busse kein Problem und manchmal, so scheint es mir zumindest, noch sicherer als die Züge. Denn 95 % aller Touristen nehmen die Züge, was natürlich auch die Gauner anzieht. Bei den Busterminals hat’s hingegen eher „reichere“ Einheimische (reicher weil Busse teurer sind) und wirklich, ich war immer die Einzige Weisse im Bus. Wie gesagt, sicherer und ich war mir halt auch nichts anderes gewohnt.

 

Ich hab mir aber schon gesagt dass ich mindestens EINMAL einen Zug buchen sollte…gesagt, getan. Schlechte Idee, wie sich herausstellte. Anstatt morgens um 8 Uhr wären wir, ja keine Ahnung, weiss nicht wann angekommen. Um 12 Uhr mittags habe ich mich aber dann entschlossen, auf den dortigen (in irgendeinem kleinen Ort, irgendwo im nirgendwo) den lokalen Bus aufzusuchen. Ich kam dann schlussendlich um 2 Uhr nachmittags in Amritsar an. Langer Tag, das…anstatt 10 Stunden war ich 16 Stunden unterwegs!

 

Gewohnt habe ich dann in einem Pilgerhaus, im weissen Touristen-Trakt. Haha kam mir vor wie in einem Hostel, das erste Mal seit Monaten, hahaha! :-) Aber ein super Gefühl, so nahe am Tempel und inmitten all den Indern zu leben (auch wenn im Touristen-Trakt). Hunderte von Indern schlafen auch einfach nur auf Decken draussen am Boden, eng aneinandergeschmiegt. Es sieht schon fast aus wie in einem Refugee-Camp, und diese Ruhe…gewaltig! Wohnen kann man für lau, man gibt dann einfach eine Donation. Auch das Essen direkt nebenan ist gratis und superlecker! Sie fertigen dort um die 20‘000 Menschen täglich ab, stellt euch das vor! Ne riesen Küche!!! Und das Gefühl in diesem Raum, am Boden als einzige Weisse neben all den Pilgern zu sitzen, war schon gewaltig! Alle halfen mir und wollten sowieso die ganze Zeit Fotos mit mir machen, ich find’s toll hier in Amritsar! Irgendwie finde ich die Sihks extrem tolle und freundliche Menschen, freundlicher als andere Orte in Indien (hässlich Jaipur z.B.)…

 

Hier der “Golden Temple”, das wohl zweitberühmteste Bauwerk in Indien nach dem Taj Mahal:

 

Ich wollte dann noch das Busticket direkt am Busbahnhof für Dharamsala abholen gehen. Der Typ, der die Tickets für heute verkaufte sagte mir auf gebrochen Englisch, dass ich einfach morgen vor 11 Uhr wieder hier sein soll und er gibt mir das Ticket dann. Ja aber ich muss doch vorreservieren? Nein nein, einfach hier sein und das reicht. Und was wenn der Bus schon voll ist? Nein nein, das passiert nicht. Aha…das heisst jetzt mal wieder, einfach darauf vertrauen dass das stimmt und ein bisschen beten :-) Ich werde einfach schauen dass ich um 10 Uhr oder so da bin (überorganisiert, wie immer).. .;-)

 

Die Hitze hier macht müde und ich bin froh kann ich jetzt nach Dharamshala, wo es angeblich kühler sein soll (ist ja auch auf 2000 Meter Höhe und nahe der Himalayas). Das wird ja super…kann ich mich auf’s schweizer Wetter einstimmen, hehe! Denn wow, wie ihr vielleicht auch selber schon herausgefunden habt, ich komme in EINER WOCHE nach Hause, in EINER WOCHE!!!!! Krass, was anderes kann ich dazu gar nicht sagen…

Heute war der letzte Tag, den ich in Rishikesh so richtig geniessen konnte. Ja Mensch, schon wieder sind sechs Wochen vorbei. Und ich muss zugeben, so langsam kommt ein komisches Gefühl auf. Ich will ja nach Hause, freue mich ja riesig auf meine Leute, aber irgendwie war ich dann doch heute etwas schwermütig und traurig, Indien verlassen zu müssen.

 

Ja, dieses Land Indien hat’s mir tatsächlich angetan. Auf Schweizerdeutsch würden wir jetzt sagen: es het mr dr Ermu inezoge, aber so richtig! Und dieses Gefühl ist so stark, das kann wohl nur jemand nachvollziehen, der auch so mit einem Land fühlt (Josi, du eventuell mit Afrika???)

 

Wenn ich daran denke, Indien jetzt verlassen zu müssen, dann kommen mir schon wieder die Tränen…und das Gefühl, diese Traurigkeit und Leere hatte ich, als ich Südamerika verlassen musste/durfte, nicht! Ich hätte es ganz ehrlich auch nicht gedacht, dass mir das jetzt mit Indien passieren würde. Aber man sagt ja nicht umsonst: entweder man liebt Indien, oder man kann es nicht ausstehen! Entweder man kommt immer wieder zurück, oder man verlässt Indien bereits nach zwei Wochen anstatt wie geplant nach 3 Monaten, weil einem einfach alles viel zu viel ist!!! Klar ist alles viel zu viel und ich denke auch für mich selber (Selbstanalyse, habe ich in den letzten paar Monaten echt richtig gelernt) kann sagen, dass ich vor zwei Jahren wohl auch nach kurzer Zeit von hier „geflohen“ wäre.

 

Jetzt finde ich alles einfach nur toll und spannend und intensiv: die viel zu vielen Menschen, der Lärm überall und manchmal einfach die ganze Zeit (auch nachts), der Dreck (jeder spuckt immer auf den Boden, die Männer pissen überall hin, die Kühe hinterlassen überall ihre Fladen), die Motorradfahrer und Taxifahrer die die ganze Zeit hupen wie wild, dass einem fast die Ohren abfliegen, die krasse Hitze und die vielen Fliegen, die es jetzt mit sich zieht, das wunderbare, einfach genialste Essen, das ich je hatte, die superfreundlichen und so was von herzlichen Leute, die geben, was sie können und die es wohl kaum in einem anderen Land gibt, die Leute, immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben, auch wenn sie 12 Stunden lang nur Chai-Tee verkaufen und servieren (und das bei 45 Grad im Schatten), die Sprache Hindi, die einfach so was von niedlich ist und wo ich nicht mehr weghören will, das Farbenspiel der Saris, die Männer mit ihren Halstüchern und weissen Kurtas etc. etc…was soll ich noch sagen?

 

Ah ja, vielleicht das Wichtigste überhaupt: diese Energie, die hier herrscht in diesem kleinen Örtchen Rishikesh, das ist einfach unglaublich! Es kommen täglich hunderte, wenn nicht sogar manchmal tausende Pilger hierher, um sich reinzuwaschen, um etwas Ganga-Wasser mit nach Hause zu nehmen (habe ich heute auch gemacht) und einfach um an ihre lieben verstorbenen zu denken, während sie ein paar Blümchen und Räucherstäbchen auf dem Ganges schwimmen lassen…eine Energie sag ich euch, unglaublich! Deswegen heute vielleicht auch die Tränen. Diese Spiritualität ist einfach gigantisch und sollte eigentlich auch in unserer Welt immer wichtiger werden, mit all dem Schlechten was wir haben (nur ein Beispiel: Japan)!!!

 

Für mich heisst es ganz klar: INDIEN, ICH KOMME WIEDER, ICH WILL DICH NOCH MEHR ERLEBEN, UND DAS VON KOPF BIS FUSS!!!

 

Jetzt geht’s aber zuerst mal noch für zwei Tage hoch nach Amritsar zum goldenen Tempel und dann nach Dharamsala zum Dalai Lama. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt wird sich der Dalai Lama zurückziehen und hat somit „gekündigt“ (ehm, kann er das überhaupt, ist er nicht bis an sein Lebensende der Dalai Lama)? Keine Ahnung, um ehrlich zu sein. Aber dieser Ort soll ja auch einfach supertoll sein, mit seinem Blick auf die Himalayas und Tibet. Ich freue mich riesig, dass dies mein letzter Ort sein wird…ein guter Abschluss (schon wieder Tränen) für meine schöne, wunderbare knapp zweijährige Reise quer durch die Welt!

 

Hier noch zwei Fotos von heute, hab mir doch tatsächlich noch ein Henna/Mendi machen lassen:-) Beim draufklicken könnt ihr die Bilder vergrössern:

 

 

 

P.S. wir haben hier eine kleine Hündin, die Khali. Die war keine vier Wochen alt, als ich hierher kam. Ein schwarzer Wollkneuel…einfach zuuuuu süüüüüsssss!!! Die letzten zwei Wochen war sie dann aber tot krank, aber wirklich, wir dachten alle, dass sie’s nicht überlebt. Und siehe da, plötzlich, nach all dem Beten von uns allen, geht es ihr von Tag zu Tag besser, bellt sogar schon wieder (meistens nachts, tztzt ;-) ), isst wieder und wädelt mit dem Schwanz. Ich bin sooooo froh dass sie es überlebt hat, die kleine Maus, Khali…ich werde immer an dich denken und hoffe, du wirst das Rishikesh Yog Peeth noch laaaaange Zeit beschützen! :-)

Ich hab jetzt doch noch ein paar Fotos von Rishikesh hochgeladen. Und dann werde ich ja noch nach Dharamsala gehen, und von da gibts auch noch ein paar tolle Fotos, die ich euch zeigen muss…also nichts wie auf zu folgendem Link:

http://www.tanileha.com/?page_id=1398

Das River-Rafting auf dem Ganges war übrigens der absolute Wahnsinn! Wir hatten zum Teil Stromschnellen der Stärke 3, also ziemlich heftig, hehe! Niemand viel über Bord und wir waren eine super Paddel-Truppe, hihihi! Wir gingen dann noch freiwillig baden, denn der kühle Ganges war doch eine rechte Abkühlung, im Schlauchboot war’s eine unerträgliche Hitze gegen Mittag…leider habe ich davon noch keine Bilder, nehme ja meine grosse Cam nicht mit…

Namasté und Shanti, Shanti, Shanti…:-)

So, nun bin ich fast vier Monate in Indien und ich finde es immer noch absolut genial hier…ICH MUSS ZURÜCK KOMMEN!!! :-)

Dieses Land und die Leute, einfach unglaublich! Heute ist ein besonderer Tag: Holi, das Farbenfest. Was es genau auf sich hat weiss ich nicht, hahaha die haben ja so viele Feste wie Einwohner…oder nicht ganz…;-) Irgendwas mit Lord Krishna, denn der war sehr farbenfroh…

Hier die Antwort:

http://de.wikipedia.org/wiki/Holi

Ich bin heute aber so gar nicht in der Stimmung um mich im Dreck zu suhlen…denn heute ist der dritte Todestag von Mami…ja auch schon drei Jahre her, wie krass ist das denn? Ich bin hier in Indien und wir haben mittlerweile so zirka 30 Grad, wo Mami gestorben ist hatten wir 15 cm Neuschnee und ich musste mit Fränzi nach Grenchen fahren, mit nicht gerade den besten Winterreifen…krass!

Janu, ich kann’s nicht ändern und ich werde dementsprechend Morgen, Montag, ein bisschen zum Ganges gehen und meine kleine Zeremonie abhalten (wie geplant heute, aber eben nicht möglich).

Sonst geht’s mir supergut, ich bin hier in diesem Yogacenter und kriege gesundes, leckeres indisches Essen, fast jeden Tag tolle ayurvedische Massagen und jeden Tag zwei Mal täglich zwei Stunden Yogalektionen. Einfach genial, so entspannt und in einem super körperlichen Zustand war ich wohl noch nie in meinem jungen Legen:-) Ich mags, hehehe! :-)

In den nächsten zwei Wochen bleibe ich noch hier, dann geht’s zu meiner letzten Destination: Dharamsala. Das ist der Wohnort des Dalai Lamas. Der, wie wir erfahren haben, zurücktreten wird. Wie geht das denn? Kann der Dalai Lama einfach zurücktreten? Böh, keine Ahnung. Ein paar Mädels von hier sind dieses Wochenende bereits dorthin gereist um ihn noch sprechen zu hören, öffentlich meine ich. Ich musste mir aber sagen, dass ich jetzt nicht gerade gross Bock auf 2x 14 Stunden-Taxifahrt habe, Freitagnacht hin, Samstagnacht zurück…und da ich gelesen habe das Dharamsala sowieso ein wunderschöner Ort zum Verweilen ist (mit Aussicht auf die Himalayas), habe ich mich entschlossen, noch so zirka 4-5 Tage dahin zu gehen. Gute Idee, denke ich:-)

Dann geht’s am 13. April zurück nach Delhi, wo ich noch einen Tag Sightseeing betreiben werde und einen Tag einfach nur so, ein bisschen rumschlendern, shoppen und die Seele baumeln lassen…dann geht’s ab nach Hause!

Ich freue mich, habe ich ja schon öfters erwähnt. Und da ich am Montag bereits mein erstes super Interview bei einer der renommiertesten Firmen Weltweit habe, freue ich mich noch mehr! :-)

Fotos folgen dann vielleicht auch noch mal, habe ganz ehrlich gesagt in der letzten Zeit nicht soooooo oft fotografiert…bin etwas vorsichtiger hier in Indien mit meiner big Cam…

Bis jetzt ist Jaisalmer ganz klar mein Favorit…so viel habe ich jetzt aber von Indien auch noch nicht gesehen…;-) Es waren 3 supergeniale Tage und die Kamel-Safari war Spitzenklasse!!! Einfach ein geiles Erlebnis!

Die Fahrt nach Pushkar war dann wieder einmal ein ziemliches Abenteuer. Die Busfahrt von Jaisalmer nach Jodhpur war gar kein Problem. Dann musste ich eine Riksha zum anderen Busbahnhof nehmen (ist ja nicht möglich das alles am gleichen Ort ist),-). Die Busfahrt nach Ajmer (vor Pushkar) dauerte dann knappe 2 Stunde länger als erwartet, da wir noch Stau hatten und die Inder beschwerten sich sowieso beim Busfahrer dass er so langsam fährt…hahaha! :-) Ein riesen „gstungg“ war die ganze Zeit vorne bei der Türe…und wo hatte ich meinen Platz? Natürlich vorne bei der Türe…superlustig…;-) Anyway, ich hab’s überlebt und etwas anderes bin ich mir ja sowieso nicht mehr gewohnt. Ich glaube, wenn ich in Solothurn wieder mal in einen sauberen Bus einsteige wo es fast gar keine Leute drin hat, das wird mir recht komisch vorkommen…!

Dann wollte ich eine Riksha nach Pushkar nehmen. 300 Rupees…was, seid ihr alle vollkommen irre? Ich bezahle doch nicht für eine 200km Busfahrt 150 Rupees und für eine 10km Rikshafahrt 300? Neee, nicht mehr als 150. Nein das kannst du vergessen, das findest du nirgends. Ja supertoll. Plötzlich steht ein Auto neben mir und eine hübsche junge Inderin sagt steig ein. Wow, genial! Der Fahrer ist ein Freund und hat sie von Pushkar abgeholt. Wir gehen dann noch toll Essen und ich bezahl gleich überhaupt nichts. Wieso denn das, ich will euch bezahlen, wenn ihr mich schon da rauf fährt?! Nein, kommt nicht in Frage! Ja toll! Passt mir ja normalerweise nicht…ja ändern kann ich’s nicht. Also fahren sie mich nach Pushkar und sogar noch zu diversen Hotels um die Räume abzuchecken. Einfach süss!

Pushkar selber find ich ja nicht sooo toll wie mir alle gesagt haben. Wieso nicht? Ja weil es viiiiiel zu viele Touristen hat einerseits und viiiiiel zu viele möchtegern-Hippies andererseits. Also die Touris wären ja gar nicht mal so übel aber diese Hippies…einfach zu k…..en! Und dann meinen sie noch sie sind obermegacool wenn sie so versifft rumlaufen und den ganzen Tag nichts tun und kiffen und rauchen und saufen. Toll gell! Ja eigentlich ist es ja nur peinlich, hahaha! Aber sie sind einfach überall und dann ists halt nicht mehr sooo witzig.

Wir (Sam, ein Engländer den ich in Jaisalmer kennengelernt habe) und ich sind dann gestern Morgen um Fünf noch den Berg raufgekrackselt. Mega anstrengend, so nach 6 Monaten keine Sport betreiben (Yoga ist ja eher passiv als aktiv). Die Aussicht war dann aber der Hammer und dann hatte ich noch eines der schönsten Erlebnisse auf meiner ganzen Reise: Plötzlich hatten wir (wir waren viele da oben um 6 Uhr) etwa 50 Affen mit Babies um uns herum. Ich denke ja die sind jeden Morgen da oben weil sie denken sie kriegen eventuell etwas zu essen. Die waren total süss und freundlich, sind da einfach rumgesessen, haben sich geputzt, haben den Sonnenaufgang genossen und uns zugeschaut was wir denn so machen. Mega cool! Ich hab auch ein paar geniale Fotos geschossen, seht selber!

Pushkar selber wäre wohl auch sehr süss und toll aber es hat einfach viel zu viele Einkaufsläden und die Inder sind hier entweder extrem pushy, das heisst sie laufen dir hinterher und wollen dir so was verkaufen oder gerade umgekehrt und sie sitzen in ihrem Shop einfach in einem Sessel, lesen die Zeitung und kümmern sich überhaupt nicht…schade denn so habe ich mir Pushkar definitiv nicht vorgestellt…

In Jaisalmer bin ich dann noch in eines der vielen Havelis rein. Das sind ganz alte Gebäude die komplett aus Stein und Holz bestehen. Ein Haveli (ausgesprochen nicht Haveeeli sondern eher ganz schnell einfach Haveli). Diese Häuser wurden so gebaut dass man sie wie Lego wieder komplett auseinandernehmen kann. Ausserdem haben sie in den oberen Stockwerken durchlüftungs-Löcher um im Sommer etwas Luft rein zulassen. Sehr clever! Er hat mir dann noch erzählt wie das früher mit den Frauen des Hauses ablief:

- Erste Information: Geduscht wurde nur einmal im Monat (kein Wasser)
- Dann haben sie sich Schlamm auf den Körper getan um sich zu waschen, denn nach einem Monat waren sie von den Ölen, die sie wegen dem schlechten Geruch auftrugen, eben sehr ölig.

- Dann haben sie sich mit Wasser gewaschen.

- Der Schlamm selber hat das Wasser gefiltert

- Dann haben sie damit die Kleider gewaschen und

- dann wurde das Wasser für die Toilette benutzt.

- Der Schlamm und das Toilettenwasser wurden dann für die Felder benutzt.

- Andere Information: Wenn die Frau sich Schlamm aufgetragen hat wusste jeder dass sie die Menstruation hat. Das wiederum hiess absolutes Berührungsverbot und auch näherkommen war verboten.

Interessant, nicht? .-)

Diese Nacht und auch jetzt regnet es, was halt einfach so was von nicht sein sollte. Hier spürt man die ganze Veränderung des Klimas noch viel mehr als in der Schweiz, denke ich. Denn es sollte eigentlich bis im Juni/Juli = Monsoonzeit, nicht regnen. Ich hatte es jetzt aber schon 3x, 2x im Ashram und jetzt hier in Pushkar. Schlecht, sehr schlecht.

Morgen geht’s ab nach Jaipur. Leider habe ich nicht besonders viel Gutes von Jaipur gehört…mal sehen. Etwas Sightseeing wird wohl drin liegen. Ich gehe aber vorwiegend wegen einer neuen Brille dahin. Ich habe gehört und gelesen dass die Brillen in Indien extrem günstig sind, inklusive Gläser versteht sich. Mal schauen ob ich ein schönes Gestellt finde:-)

So das wars, die Fotos von Jaisalmer und Pushkar sind auch online.

Bis bald, Nathalie

Wow, das war ja wieder mal ein Ausnahme-Erlebnis, wie man es sicherlich kein zweites Mal erlebt! :-)

Spontanerweise habe ich mich noch entschlossen, eine zweitägige Kamel-Safari mit den beiden Koreaner-Mädchen zu machen. Die Busfahrt nach Jaisalmer verlief ohne Probleme, wir hielten nur einmal etwa 30 Minuten, um einen Reifen zu wechseln…was soll’s;-)

Das Hotel stellte sich als sehr einfach heraus. Aber auch hier, was soll’s, hab schon lange keine grossen Ansprüche mehr und für 130 Rupees pro Tag, was in etwa so viel wie 3 Franken ist, was will man da gross erwarten…?? Eben. Am Abend gab’s dann Live-Musik und am Morgen um 9 Uhr ging’s auch bereits los.

Mit dem Jeep und weiteren 7 Leuten drin (also insgesamt zu 8) fuhren wir zirka 40 Kilometer in die Wüste Thar hinein. Also da gibt’s noch keine Sanddünen, die kommen erst später, wie uns versichert wurde. Ja das war ja auch schon in Marokko der Fall. Ich glaube, um NUR Sanddünen zu sehen, müsste man tief in die Sahara reingehen. Die Wüste Thar aber liegt an der Grenze zu Pakistan (OMG, Kriegsgebiet)!! Hier einige Info’s über die Wüste:

http://de.wikipedia.org/wiki/Thar

Dann war unser erster Aufstieg auf die Kamele (eigentlich Dromedare), dran. Mensch das ist ja gar nicht sooo einfach, hahaha! Zuerst geht’s mal ab nach vorne, dann nach hinten und dann steht das Kamel (und wir sitzen) gerade. Hihihi also gut festhalten ist angesagt:-) Die ersten paar hundert Meter waren extrem schwierig, denn man muss zuerst in den Rhythmus des Kamels kommen. Nach einiger Zeit geht’s aber ganz gut und macht richtig Spass! Im Moment ist gerade „Brunftzeit“ bei den Kamelen, was sich so äusserte, dass sie ganz komische Geräusche wie z.B. Chewbacca aus Star Wars machen, hier ein Ausschnitt:

http://www.youtube.com/watch?v=inJt8cAz05s&feature=relmfu

Die Kamele (Dromedare, ich weiss) sehen eigentlich ganz lustig aus, mit ihren grossen Mäulern, ihren grossen schönen runden Augen, den vielen Wimpern (die sind einfach überall) und den kleinen Öhrchen, richtig süüss…:-) Würden sie nicht die ganze Zeit ihr Geschäft verrichten und eben, so komische Geräusche machen, hihihi! Und zudem sehen sie aus wie Seth aus Ice Age, einfach süss…

Ich hatte Bonny, ein Männchen (dann wird der Name wohl anders geschrieben, hehe). Dies ist ein ehemaliges Rennkamel. Mega cool, eigentlich ging es immer sehr langsam, weswegen ich auch selber steuern konnte. Ich war wieder mal die Einzige, die durfte! Und weil es immer so langsam ging, gaben die Führer ihm manchmal einen Klaps auf den Arsch und dann ging’s los mit einem 200 Meter-Rennen, hihi! Und ganz ehrlich, es war viel bequemer wenn das Ding rannte. Weil es dann beide linken und dann beide rechten Beine zusammen braucht und nicht wie sonst eines Rechts vorne, eines Rechts hinten usw. Das Geschauckle ist dann viel geringer. Einfach toll, so hoch oben mit mehr Geschwindigkeit, hehe!

Beim Mittagessen haben dann alle (ausser ich natürlich) beschlossen, am Abend eine Ziege zu schlachten. Ja gut, dann macht mal. Dies haben sie dann auch gemacht, welche die Führer dann frisch zubereitet haben. Ich bin ja schon froh bin ich jetzt Vegetarierin, der eine Deutsche hatte den Pimmel in seinem Essen…lecker schmecker sag ich da nur…;-)

Plötzlich waren auch noch ein paar freie Hunde mit von der Partie und liefen neben uns her und liessen uns auch nicht mehr in Ruhe. Die wussten dass sie eventuell etwas abbekommen werden. Die waren aber ganz friedlich und haben auch immer schön gewartet bis es die Reste zu futtern gibt.

Bei den Sanddünen (toll, genial, einzigartig) hielten wir dann für unser Nachtlager. In der Nacht dann unter freiem Sternenhimmel zu schlafen, das war schon auch ein ganz spezielles Erlebnis! Ich dachte zuerst dass ich sicherlich die ganze Nacht frieren werde. Aber mit den Decken und mit drei Schichten Pulli’s gings ganz gut. Wirklich bequem war die ganze Sache aber schon nicht, so nur auf einer kleinen Decke auf dem Sand…mein Rücken braucht ein paar Yoga-Übungen;-)! Einmal kam auch noch ein fremder Hund und unsere „Wachhunde„ haben dann schön auf uns aufgepasst und den anderen weggescheucht…

Die Sterne waren leider nicht sooo klar, wie ich mir das erhofft habe. Der zunehmende Mond war einfach schon wieder viel zu kräftig, sodass er extrem hell schien. Aber trotzdem, wunderschön! Ein paar Sternschnuppen habe ich natürlich auch gesehen.

Ich bin dann noch zweimal aufgewacht weil etwas auf meinen Beinen rumkrabbelte. Oh Gott, hoffentlich kein Skorpion? Ich hab’s dann im Halbschlaft etwas analysiert und bin zu dem Entschluss gekommen dass es entweder einer dieser riesigen Käfer ist, die wir vorher bei den Dünen gesehen haben oder aber eine Wüstenmaus. Beides störte mich nicht gross und so konnte ich wieder einschlafen (und ich lebe ja noch) ;-)

Heute am zweiten Tag dann waren wir zirka 3.5 Stunden auf den Kamelen. Dies spürt man dann aber schon schön zwischen den Beinen (äh, bin froh bin ich kein Mann, hehe). Aber auch mir tut’s höllisch weh, und zwar in der Leiste. Diese Sitzposition für eine so lange Zeit ist dann doch schon recht ungewöhnlich. Das Essen sonst war auch superlecker. Es gabt Sabzi (Sabtschi = Gemüseeintopf), grüne Chilli’s und Chapati’s (Fladenbrote). Richtig Indisch halt…!

Ja und so vergingen zwei wunderbare, einzigartige Tage in der Wüste Thar. Die Gruppe war auch toll und jetzt bin ich todmüde, die Hitze und das Kamelreiten machen einem recht zu schaffen…deswegen nur noch kurz ein anderes Thema:

Ich habe zudem noch jegliche Fotos von Indien hochgeladen. Ich glaube, wenn ihr Interesse an den Bildern habt wäre es das Beste, alle Ordner noch einmal durchzugehen, denn ich habe noch Bilder hinzugefügt. Unter Anderen den Ordner „Bus Puja“, welches eine Bus-Einweihung ist und den Ordner „Om Ashram Bau“. Da seht ihr ein klein wenig in das Grossprojekt Om Ashram, welches seit Jahren am Bau ist und noch Jahre brauchen wird. Ich sage ja immer, das wird ein nächstes Weltwunder. Es wird wunderschön, riesig und einmalig! Ganz genial. Und die Handwerker schnitzen alles noch von Hand in Stein, so wie vor hunderten von Jahren!

Erklärung zum „Hackenkreuz“ beim Bus Pusja und auch bei einem der Fotos von Jodhpur. Wikipedia:
In der indischen Kultur und Religion (Hinduismus) sind Swastikasymbole seit etwa 5000 Jahren üblich, beginnend mit Siegeln der Indus-Kultur. Die nach rechts abgewinkelte, oft rotgefärbte “Swastika” ist dort dem Sonnenaufgang, Tag, Heil, Leben, männlichen Prinzip und dem Gott Ganesha zugeordnet. Sie wird darum in Indien für glückbringende Dinge und Symbole verwendet. Ihr steht die „Sauastika“ mit nach links gewendeten Haken und in blauer Farbe gegenüber. Sie bedeutet Sonnenuntergang, Niedergang des Lebens, Nacht, Unheil und Tod. Sie wird dem weiblichen Prinzip und der Göttin Kali zugeordnet

Dann habe ich das (ji) in Klammern bei den Leuten verwendet. Dies ist eine Art Höflichskeitsform die bei allen Freunden oder auch bei der Familie verwendet wird. So wäre ich z.B. Nathalieji (Nathalietschi). Die Inder selber sagen aber oft „Hello Sister“…:-)

Die Inder sind sowieso ein tolles Völkchen, ich habe sie sooooo falsch eingeschätzt in den ersten Tagen in Delhi. Es tut mir leid, wenn ich euch alle in den selben Topf geworfen habe. Ihr seid zuvorkommend, hilfsbereit, freundlich, ihr grüsst immer und fragt auch wie’s geht (auch wenn’s nur oberflächlich ist), klar ihr wollt Geld von mir aber im Allgemeinen hab ich euch doch schon sehr gerne, auch euer Englisch ist so süss:-) Muss richtig aufpassen dass ich es nicht annehme, dieses tolle:

Gud ivening medem, hau ar ju? Ver ar ju from? Yes yes, no problem, no problem…:-). Ich finde Indien toll und möchte auf jeden Fall wieder kommen, das ist sicher!

Hari Om und Namaste, Nathalie

Jetzt hätte ich doch tatsächlich fast was Wichtiges vergessen: Ich habe unterwegs noch meinen Sonnenschutz für’s wichtigste Objektiv verloren…das erste Mal, das mir was mit meiner Kamera passiert…scheisse! Ich hab’s dann einem der Führer gesagt und was passiert, am nächsten Tag kommt ein anderer Führer und hat meinen Sonnenschutz dabei! Gibt es ja gar nicht, wirklich, so freundlich die Leute! Krass! Das erinnerte mich doch gleich wieder an mein aufblasbares Kopfkissen, welches schon im Amazonas schwimmen war weil’s so gestürmt hat und die Bootsfahrer nach dem Sturm das Kissen suchen gegangen sind und mir zurückgebracht haben…einfach unglaubliche Stories!!!!

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